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Wie kann ich als Führungskraft konstruktiv auf Zweifel, Sorgen und Widerstände meiner Mitarbeitenden reagieren, wenn ich selbst nicht weiter weiß?

Eine wichtige Grundlage ist, zu verstehen, was das Arbeiten in einer VUKA-Welt so herausfordernd macht.

Wichtig ist, erstmal für sich selbst gut zu sorgen.

Wie im Flugzeug: Erst sich selbst die Sauerstoffmaske anlegen.

Reflexion für Dich selbst

Stelle Dir die Frage:

„Wo und warum genau war ich selbst in den letzten Wochen stark verunsichert?“

Suche nach Deinem inneren Kompass

„Woran kannst Du Dich aktuell im Leben orientieren, was Dir Richtung und Sicherheit gibt – im Privaten und im Beruflichen?“

In der Kommunikation mit Deinem Team

Verabschiede Dich von der Rolle als „allwissender Experte“, der den perfekten Plan hat und alle Antworten liefert.

Entwickle Dich zum resilienten Navigator, der mit dem Team gemeinsam in kleinen Schritten durch Hindernisse führt, für ein angenehmes Teamgefühl arbeitet und damit für psychologische Sicherheit sorgt.

Die innere Haltung

„Es ist okay, nicht alle Antworten zu haben. Meine Aufgabe ist es, den Prozess zu führen, wie wir gemeinsam Antworten finden.“

Eine zusätzliche Herausforderung: Negativitätsbias

Menschen nehmen negative Ereignisse etwa viermal intensiver wahr als positive – ein evolutionäres Erbe, das einst das Überleben sicherte.

Negative Erfahrungen hinterlassen tiefere kognitive Spuren als positive.

Wie Du Deine Leute unterstützen kannst

  • Dein eigenes Wahrnehmungsmuster reflektieren – den Bias erkennen ist der erste Schritt zur Veränderung.
  • Erfolge gezielt benennen, feiern und im Team verankern.
  • Fehler als Lernchance umdeuten – das stärkt Innovation und Engagement.
  • Mitbestimmung und echte Wertschätzung gegenseitig aufbauen.
  • Regelmäßige Gespräche mit Fokus auf Erfolge, Potenziale und Entwicklung statt auf Defizite.
  • Zielstellungen deutlich kurzzyklischer und fokussierter gestalten (z. B. über OKR).
  • Regelmäßige Reflexion des „gefühlten“ Status quo im Team – Wo stehen wir gerade?

Kommuniziere klar und ehrlich auch die „schlechten“ Nachrichten

  • Kurz, knackig, direkt und mit maximaler Transparenz.
  • Bringe Deine persönliche Betroffenheit zum Ausdruck – wie geht es Dir mit der Unsicherheit?
  • Benenne stabile Elemente: Was bleibt gleich?
  • Fokussiere Dich auf die kontrollierbaren Aspekte.
  • Zeige Positives auf: „Wir haben es selbst in der Hand, was wir jetzt daraus machen.“
  • Unterstütze die Akzeptanz dessen, was ihr nicht ändern könnt.

Zum Abschluss

„Es gibt keine sinnvolle Alternative zur Zuversicht.“

Autor:innen:
Susanne Bohn und Dominik Ritter
susanne bohn Leadership Competence